Heileurythmie

Heileurythmie:
Die therapeutische Eurythmie "Heileurythmie" / Eurythmietherapie ist eine Bewegungstherapie, die bereits seit 90 Jahren erfolgreich angewandt wird. Neben ihrer vielfältigen Indikation bei akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen wird Heileurythmie zur Prävention unter den Gesichtspunkten der Salutogenese sowie zur Prophylaxe und Nachsorge eingesetzt.

Entstehung und Entwicklung:
Die Heileurythmie gehört zu den Therapiemethoden der Anthroposophischen Medizin, die von Dr. phil. Rudolf Steiner (1861-1925) und Dr. med. Ita Wegman (1876-1943) entwickelt wurden. Seit 1921 wird Heileurythmie in zunehmendem Maße in den verschiedensten Fachbereichen (Kliniken, Schulen, sozialtherapeutischen Einrichtungen, Gesundheitszentren) angewandt, weiter erforscht, entwickelt und wissenschaftlich dokumentiert.

Therapeutischer Ansatz:
Beim gesunden Menschen wirken die Kräfte der physischen, seelischen und geistig-individuellen Ebene harmonisch ineinander. Eine Erkrankung ist eine Störung dieser Kräftekonstellation. Gezielte heileurythmische Bewegungsübungen bringen diese Ebenen wieder in ein gesundes Gleichgewicht. Der Patient kann in therapeutischer Begleitung den Heilungsprozess selbst aktiv mitgestalten.

Bewegung - das therapeutische Mittel:
Die Grundelemente der Heileurythmie sind die in Bewegung umgewandelten Laute unserer Sprache, die je nach Indikation und therapeutischer Zielsetzung spezifisch angewandt werden. Die Gestaltungsdynamik, die in der Lautbildung, d.h. im Aussprechen von Vokalen und Konsonanten - enthalten ist, wird in der Heileurythmie in Bewegung umgesetzt und erlebbar gemacht.